Peru
08.09.2025
Heute stand der nächste Grenzübergang an. Es ging nach Peru. Für den gesamten Vorgang mit Versicherung (52$ für beide Motorräder) abschließen benötigten wir 1.5h. Es war nicht viel los und wir kamen an allen Schalter immer gleich dran. An diesem Grenzübergang wurde kontrolliert ob wir eine Gelbfieberimpfung hatten. Nach der Grenze hatten wir einen kleinen Schock bekommen. Es war viel Müll auf den Straßen, auch die Unterkünfte, Häuser und die Menschen waren sehr heruntergekommen. Sobald man von der Hauptstraße auf eine Seitenstraße abbog, wechselte der Bodenbelag in Dreck, Staub und Steine. Die Hauptstraße war ebenfalls in einem schlechten Zustand, man muss immer auf die Straße achten, ansonsten übersieht man bei knapp 100kmh eine Bremsschwelle oder tiefe Löcher. Stellenweise ist ein Stück der Straße weg und es ist nur noch Schotter vorhanden. So schlechte Straßen hatten wir zuletzt in Mexiko. Nach 139km in 2h 35min. kamen wir in Mancora an, dort durften wir sofort in unser Zimmer. Wir zogen uns um und gingen den tollen Strand besichtigen, liefen dort ein paar Meter und gingen wieder zum Hotel. Micha machte eine Zusammenstellung für einen Kunden und Nelli lud ein paar Videos von ihrer Dashcam runter.
09.09.2025
Wir fuhren nach Piura in das Holiday Inn. Endlich mal wieder ein ordentliches Zimmer mit Platz im Badezimmer. Die Strecke war teilweise gut zu befahren, aber trotzdem musste man aufmerksam sein, ansonsten fuhr man ins Schlagloch hinein. Der Tag begann mit 24°C und wurde nicht viel wärmer, zum Glück. Nelli's Lenkrad vibrierte seit dem letzten Kundendienst, deshalb fragten wir nebenan bei dem Motorrädhändler ob sie Nelli's Vorderrad auswuchten könnten. Leider nein, uns wurde eine andere Motorradwerkstatt genannt, aber wir entschieden es in Lima machen zu lassen, da wir dort wegen unseren Motorrad Mappings hin wollten. Seit Morelia will das Motorrad nicht über 5000 Umdrehungen arbeiten und hat entsprechend keine Leistung mehr. Wir kamen mal wieder gegen 12:30 Uhr im Hotel an und durften gleich ins Zimmer, danach gönnten wir uns einen Kaffee+Kuchen nebenan. Micha durften etwas arbeiten und Nelli machte schon mal die nächste Unterkunft klar. Da nicht weit der KFC war liefen wir dorthin uns bestellten uns etwas. Leider war das Fleisch nicht durchgegart, was wir reklamierten. Daraufhin wurde uns gesagt das sie ein Problem mit der Maschine hatten und es nochmal neu machen und es dann bringen. Leider kam keiner, wir gingen nochmal hin, wir bekamen es und die gleiche Qualität erhielten wir. Daraufhin haben wir alles stehen und liegen lassen und sind zum Burger King gefahren, per Uber. Sehr ärgerlich, KFC ist für uns gestorben. Gefahrene Strecke 192km in 4h.
10.09.2025
Die Landschaft war heute eine Wüste mit Seitenwind. Wir fuhren fast nur geradeaus. Zum Glück war es nicht heiß wie in einer Wüste und man kam gut durch. Gegen 9:30 Uhr fuhren wir erst los, weil Nelli bis 8 Uhr schlief. Deshalb kamen wir ca. 13:30 Uhr um nächsten Hotel in Chiclayo an. Wir hatten gehofft im Hotel essen zu können, aber da war die Auswahl sehr gering. Micha fand ein Restaurant nicht weit weg von uns. Das Essen war gut und wir bekamen Knabberkram vorne weg, das waren salzige Bananenchips und geröstete, salzige Maiskörner. Das war auch lecker, das hätte Nelli am liebsten mitgenommen. Gefahrene Strecke 214km in 2h 40min.
11.09.2025
Gefahrene 220km in 3h 20min. .
Wieder war die Landschaft von sehr viel Sand geprägt und wir hatten das Gefühl das es heute stärkeren Seitenwind gab. Durch den starken Wind waren die umliegenden Sandberge hinter einem Schleier versehen und man sah sie niemals deutlich. Gegen 12:30 Uhr kamen wir an der Wäscherei an und gaben unsere Wäsche ab, diese war um 18 Uhr abholbereit. Leider wollte die Dame in Soles bezahlt werden, das hatten wir bisher nicht benötigt. Micha suchte einen Geldautomaten und fand einen in der Nähe, leider akzeptierte dieser nicht unsere Karten. Wir vereinbarten mit der Dame das wir unsere Wäsche bei Abholung bezahlen, so hatten wir mehr Zeit um einen geeigneten Geldautomaten zufrieden. So fuhren wir zum Hotel weiter. Dort fragte Nelli an der Rezeption ob die uns Dollars in Soles tauschen würden, und das ging. Super dann hatte sich das schon mal erledigt. Micha stellte die Mopeds in die Tiefgarage und wir zogen uns um und liefen zum Kaffee und Kuchen essen. Danach ging es zurück ins Hotel. Wir kontrollierten den Scotoiler und ob genug Motoröl drinnen war. Alles super. Später noch die Wäsche abholen und der Tag war gelaufen.
12.09.2025
Der Tag begann trüb bei 19°C und wir fuhren weiter an der Westküste Richtung Chimbote. Es ist erstaunlich wie die Menschen hier leben mit dem vielen Sand. Ca. 10km vor Chimbote fuhren wir an ganz vielen Hütten vorbei die aus OSB Platten, Holzwänden oder doch teilweise gemauerten Stücken hingenagelt waren. Die Wege alle aus Sand und stellenweise steil aufwärts. Deshalb waren wir erstaunt wie es in der Stadt selber dann aussah, ganz normale geteerte Straßen ohne Sand Anteil. Unsere Unterkunft war heute kein Hotel, sondern ein Zimmer von Privat. Völlig ok für eine Nacht. Wir waren mal wieder die meiste Zeit in einer Wüstenlandschaft unterwegs. Die Temperaturen während der Fahrt beliefen sich auf 17-20°C. Zu essen gab es italienisch. Gefahrene Strecke 164km in 3,5h.
13.09.2025
Spaßtag für Micha, er bekam Schotter und Schlaglöcher ohne Ende. Der anstregenste Teil war 140km lang und hatte es in sich. Nelli legte ihre Maschine einmal am Hang ab, aber das war nicht schlimm, praktisch wieder im Stehen. Leider bekamen wir 32°C, was zusätzlich Kraft raubte. Nach 5h (mit Pausen) Sporteinlage auf dem Motorrad, war der actionreiche Teil geschafft. Die Strecke führte durch die Berge und schön am Fluß "La Libertad", das war die Straße 12 zu Anfang, die dann in die 3N überging, von Santa über Chuquicara nach Caraz und in Yungay war unsere Unterkunft. Da die Unterkunft in Soles bezahlt werden wollte, liefen wir noch in den Kern um dort Geld abzuheben. Da wir schon dort waren aßen wir gleich etwas. Der Tag war lang und wir waren völlig kaputt. Gefahrene Strecke 225km in 5h 38min.
14.09.2025
Männertag für Micha, von 248km waren nur 60km geteert. Reine Fahrzeit 9h auf Schotter, Geröll, Sand und Löcher dazwischen. Nelli saß hinten drauf und das war gut so, denn das hätte Nelli nicht mit gemacht. Das erste Ziel war der Tunnel "Punta Olimpica", dieser befindet sich auf 4736üNN und ist somit der höchste Tunnel der Welt. Danach war das nächste Ziel die Lagune "Lagunas del Valle Llanganuco", doch leider kann man zu dieser Lagune nur über Schotterwege hin kommen. Da wir jedoch von der anderen Richtung kamen, war der Schotteranteil sehr lang. Wir erreichten die Lagune sehr spät, aber es war nicht Sonne da, so konnten wir die tollen Farben noch sehen. Als wir an der Lagune ankamen waren wir mit unserer Kraft und den Nerven, bereits am Ende. Und wir dachten das ab hier die Straße wieder in Teer übergeht, aber nein, wir mussten bis auf den letzten km zu unserer Unterkunft auf Schotter fahren. Der Tag war richtig lang und den letzten Berg mit sehr vielen Serpentinen fuhren wir im Dunkeln auf Sand, besser gesagt wir rutschten den Weg hinab. Zu diesem Zeitpunkt war die hintere Bremse bereits heiß gelaufen und wollte nicht mehr richtig greifen. Wurde zum Problem, den nur Vorderradbremse zu stark benutzen, dann rutschte es weg. Gegen 19 Uhr kamen wir an unserer Unterkunft an und überglücklich, dass wir alles ohne Unfall geschafft hatten. Unterwegs gab noch der Stab der Insta auf und wir verloren die Kamera, es ist gleich aufgefallen und wir fanden sie wieder. An Essen war nicht mehr zu denken und wir duschten nur noch. Wir knabberten Nüsse und Kekse, das war alles.
15.09.2025
Das Ziel war Barranca, das liegt wieder an der Westküste. Die Streckenlänge von 272km zeigte uns Google mit 6h Fahrt an, reine Fahzeit 4h 43min.. Wir kamen recht gut weg, nur in Huaraz staute es sich in der Stadt und man kam langsam voran. Kurz vor einer Ortschaft sagte Micha durch den Sprechfunk zur Nelli: "Achtung, da ist viel Wasser auf der Straße", im gleichen Moment, machte es PLATSCH und Micha bekam eine Wasserladung ab. Da Micha immer mit offenem Visier fuhr, hatte er es auch Gesicht. Nelli hatte es mit ihrer Dashcam gefilmt. Wieder hatten wir auf der gesamten Strecke Schlaglöcher und kleinere Schottereinlagen. Leider kamen wir an eine Baustelle die uns 45min. hatte warten lassen. Die Weiterfahrt von der Baustelle war um 12 Uhr, losgefahren in Yungay sind wir um 8:45Uhr, angekommen in Barranca um 14:30 Uhr. Als wir an der Baustelle losgefahren sind, kam loses aufgeschüttetes Material und weiter ging es mit Schotter mal lose mal fest. Da die Autofahrer sehr gereizt waren, weil sie 1h haben warten müssen und wir natürlich uns ganz vorne eingereiht hatten, wurden wir auf dem losen Schotter, bei knapp 50kmh, sehr aggressiv überholt. Danach wurde die Straße immer besser und wir konnten Gas geben und es machte richtig viel Spaß, denn es waren Kurven an Kurven. Landschaftlich wieder sehr schön und wir kamen wieder in der Sand Landschaft an.
16.09.2025
Ankunft in Lima um ca. 12:50Uhr. Micha's Waze App wollte uns für 200km 5h fahren lassen mit einem riesen Umweg. Warum? Wir fuhren einfach auf der 1N weiter, als wir kurz vor der Stadt ankamen führte uns Waze durch die Stadt kreuz und quer. An der letzten Mautstelle war wieder eine extra Spur für Motorräder vorhanden, dort fuhren wir rein und merkten sofort, ohne daß wird eng. Rechts war die Leitplanke und links standen Kunststoff Absperrungen. Wir kamen nicht weit und wir streiften, ein Mitarbeiter kam sofort zur Hilfe und schob einige zur Seite bis wir raus kamen. Es war eine Katastrophe, die Stadt war so voll und stressig. Wir sind ca. 2h im Stop and Go Verkehr unterwegs gewesen, dass Ziel war Triumph. Bei Nelli hatten wir festgestellt, dass der Offroad und Offroad pro Modus fehlten und bei beiden ab 5500 Umdrehungen keine Leistung mehr kam. Das muss in Mexiko bei Triumph falsch aufgespielt worden sein. Wir gaben die Maschinen bei Triumph ab und nahmen uns einen Uber zum Hotel. Der Uber kostete 4,6€ für 12km in 30min.. Wir hofften das unsere Mopeds in zwei Tagen abholbereit sein werden und wir direkt von Triumph durchstarten können, denn durch die Stadt nochmal, hatten wir keine Lust mehr. Wir aßen im Irish Pub um die Ecke und Micha trank ein Guiness mit 10% Alkohol. Gefahrene Strecke 218km in 4h 12min..
Vom chigee Film runter ziehen wo wir an der mautstelle an der Leitplanke hängen geblieben sind....das war ca. 15-20min. Vor Triumph. Und vielleicht die nebelwand runterziehen
17.09.2025
Da wir keinen fahrbaren Untersatz hatten, ließen wir uns vom Uber zum "Museo del Convento de San Francisco y Catacumbas" fahren. Wir kauften uns die Eintrittskarten und warteten auf eine englisch sprachige Führung, diese ist beim Eintritt dabei. Leider hatte der/die Führer/-in (wir waren uns nicht sicher was es war) eine sehr Akzent behaftete Aussprache, dass wir kaum etwas verstanden hatten. Zum Glück hatte das nicht extra gekostet. Danach liefen wir noch durch die Altstadt und schauten uns die tolle Architektur an. Leider verpassten wir die Wachablösung am Regierungspalastes auf dem "Plaza de Armas de Lima". Wir suchten uns noch ein Kaffee und einen Technik Laden, der einen Selfi-Stick für unsere Insta hatte. Wir fanden beides und ließen uns wieder zurück fahren. Im Hotel tranken wir noch unseren Begrüßungsdrink und liefen zum Meer. Dort gab es den "Faro La Marina" und den "Love Park". In der Nähe war ein Start- und Landeplatz von Paraglider, es war interessant zu sehen wie diese Technik funktionierte. Gegen 16 Uhr bekamen wir eine Nachricht von den Scooterfahrern, die wir am Tunnel getroffen hatten. Mit ihnen hatten wir uns zum Essen verabredet, sie gaben uns eine kleine Kostprobe der venezuelanischen Küche. Es war lecker, man sollte sich einfach trauen etwas unbekanntes zu probieren. Leider hatte sich die Werkstatt nicht gemeldet und wir wussten nicht ob wir unsere Motorräder am nächsten Tag bekommen. Deshalb wollten wir im Hotel eine Nacht dazubuchen, nur sagte uns die Dame an der Rezeption das es voll ist. So ging Micha kurz in Booking.com und buchte eben nochmal darüber, somit konnten wir in unserem Zimmer bleiben.
18.09.2025
Heute warten wir auf eine Nachricht von der Werkstatt. Leider hatte sich niemand gestern gemeldet, was bedeutete sie sind nicht fertig geworden. Irgendwann gegen 12 Uhr kam eine Sprachnachricht und wir sollten vorbeikommen um es uns anzuschauen. Wir fuhren raus und bei Nelli musste man immer ein Reset drüber laufen lassen und dann kamen die anderen Modi's. Bei Micha war wieder die Leistung hergestellt. Es fehlte noch das Auswuchten an Nelli's Vorderrad und der Austausch der Bremsflüssigkeit bei Micha. Uns wurde gesagt das wir morgen früh um 10 Uhr die Motorräder abholen können. Wir sind gespannt ob alles klappt bis morgen. Während wir unsere halb fertigen Motorräder begutachteten, stand noch ein Halb-Deutscher herum der auf einen Beamten wartete, dieser wollte sehen ob er legal/illegal in Peru sich aufhielt. Der Grund dafür war, dass seine Maschine seit 2 Monaten defekt war und er seit 2 Monaten auf die Reparatur wartete. Respekt vor seiner Geduld.
19.09.2025
Wir besuchten heute Vormittag wieder die Werkstatt um zu sehen ob alles erledigt und. Es wurde gemacht, jedoch sah man den Fahrmodus Offroad bei Nelli immer noch nicht. Aber man muss offensichtlich das System redeten, dan wurde es angezeigt. Sollte eigentlich so auch nicht sein,aber wir gaben uns zufrieden damit, daß soll jemand in Deutschland klären. Micha konnte eine Probefahrt machen und es war wieder zu seiner Zufriedenheit. Wir bezahlten unsere Rechnung und fuhren zurück zum Hotel. Da wir Zeit hatten suchten wir uns wieder eine Wäscherei, denn das war auch wieder fällig. Nachdem wir eine gefunden hatten, gingen wir einen Kaffee trinken. Nach drei Stunden konnten wir die Wäsche abholen und aßen im Hotelrestaurant. Denn Rest vom Abend verbrachten wir Zimmer und überlegten uns die nächste Route und buchten schon mal die nächsten Unterkünfte. Da wir aus den Nachrichten erfahren hatten, dass es zu Unruhen bei Machu Pichu gab, strichen wir diesen Punkt auf unserer Route und Micha erstellte eine andere Route.
20.09.2025
Um 9:30Uhr waren wir wieder in der Werkstatt und konnten unsere Motorräder befüllen. Ca. 10:21 Uhr tankten wir in Lima und dann ging es über die Schnellstraße Richtung Canat. Wir benötigten etwas mehr als eine Stunde um dem Stadtverkehr von Lima zu entkommen. Gegen 13 Uhr kamen wir in dem Hotel in Canat an. Die Strecke war schön, aber der Straßenbelag war rutschig, dem konnte man nicht trauen, deshalb mussten wir vorsichtig fahren. Wir hatten nur 113km zu fahren, eilig hatten wir es nicht. Immer wieder kamen kurze Schottereinlagen, aber das ist ja inzwischen in Peru normal, wenn man nicht auf den großen Hauptstraßen bleibt. Wir suchten nach einem Restaurant und liefen dort hin. Das Essen war lecker und danach ging es wieder ins Zimmer.
21.09.2025
Streckenlänge 245km in 3h 34min.. Ziel war Tarma, das liegt auf 3100üNN mitten in den Bergen. Die Fahrt war wieder kurvenreich und wunderschön. Es waren viele LKW'S unterwegs, aber sehr langsam, die konnte man immer gut überholen. Viel Wind hatten wir und auf 4730üNN hatten wir 10°C. Heute gab es im Hotel etwas zu Essen, da hier ein Restaurant vorhanden war.
22.09.2025
Die Strecke war zum Genießen, nicht nur das man gaaaaaaanz viele Kurven hatte, man bekam auch etwas zu sehen. Im Verlauf der Strecke von 3100üNN und 20°C kamen wir auf 700üNN runter und die Temperatur stieg auf 32°C. Die Landschaft veränderte sich in grünen Urwald, mit einigen Wasserfällen. Auf der Straße kamen auch Senkungen hinzu, die das Wasser über die Straße leiten, dazu kamen auch kleinere Schottereinlagen. Es hatte richtig Spaß gemacht. Gelandet sind wir in Oxapampa (1837üNN), dies ist eine österreichisch/deutsche Siedlerstadt die im 19. Jahrhundert gegründet wurde. Streckenlänge 150km in 3h 12min..
23.09.2025
Da es kein Frühstück in unserer Unterkunft gab, fuhren wir zuerst zu einem Cafe. Hier bestellten wir uns jeweils einen Cappuccino und eine Zimtschnecke zum Teilen. Micha hatte etwas Probleme mit seiner Verdauung, deshalb war er vorsichtig mit der Menge. Danach ging es zum Tanken, somit konnten wir durchstarten nach Huancayo. Das lag 259km und 5h 10 min. entfernt von Oxapampa. Es hatte die ganze Nacht geregnet. Wir machten uns einige Gedanken darüber wie wohl die Senkungen und Schottereinlagen für heute aussehen werden. Und wir machten uns Sorgen ob nicht die Straße gesperrt ist, wegen Erdrutsche. Wir hatten Glück und es gab nur eine Stelle an der aufgeräumt werden musste. Hier warteten wir nur 3min. und es ging schon weiter. Die Straßen waren bereits abgetrocknet und wir kamen gut voran. Bei warmem Wetter mit 28°C waren wir vormittags unterwegs, danach ging es auf auf 4220üNN und die Temperatur fiel auf 12°C. In Huancayo auf 3330üNN hatten wir 20°C.
24.09.2025
Die Strecke war gigantisch, viele viele Kurven. Es gab den Pass Abra Chaucha, der war 4727üNN hoch, bei 6,5°C und den Pass Abra Negro Bueno (4640üNN). Hier merkte man beim Atmen die dünne Luft. Danach fuhren wir auf der 24 weiter in Richtung San Vincente de Canete, dort lag unsere Unterkunft. Nach dem Pass kam das Tal "Canon de Uchco", das war einfach überwältigend, die Felsen waren duch das Wasser ausgewaschen und hatte Ähnlichkeit mit dem Antelopen Canyon in der USA. Die Straße im Tal war zum Teil mit Schlaglöcher, Schotterpassagen, Senkungen, ganz vielen Bremsschwellen und Wasserdurchfahrten versehen. Auch die Breite der Straße änderte sich immer wieder, mal nur 3,2m oder 6m, man musste schon vorsichtig um die Kurven herum fahren, den es gab Gegenverkehr, auch LKW's. Die Streckenlänge von 281km konnten wir in 6h 51min. hinter uns bringen. Wir waren ca. 16 Uhr in unserer Unterkunft und müde, es war anstrengend. Zumal wir in der letzten Unterkunft wenig Schlaf hatten, da direkt gegenüber eine Diskothek in vollem Gang war, entsprechend gab es viele Menschen mit lauter Aussprache. Und die Taxifahrer, die immer hupten um Fahrgäste zu bekommen. Das ging die gesamte Nacht so, trotz das es unter der Woche war.
25.09.2025
In unserer Unterkunft war es unheimlich laut, zuerst telefonierte sehr lange das Nachbarzimmer im Flur. Dann fuhren mal wieder einige Autos auf der Straße mit lauter Musik oder lautem Auspuff oder laute Motorräder herum. Als das nachgelassen hatte, fing das Personal um 4 Uhr die Flure und die Treppe zu putzen an und jemand redete ununterbrochen an der Rezeption mit der Nachtschicht. An Schlaf war nicht zu denken. Nach dieser schrecklichen Nacht, waren wir froh das wir geradeaus auf der Schnellstraße Richtung Süden fahren konnten. Landschaftlich ist wieder die Wüste zu sehen. Da es kein Frühstück im letzten Hotel gab, fuhren wir gegen 8:30 Uhr los und kamen ca. 10:30 Uhr in Ica im Hotel an. Wir warteten etwa 30 min. bis unser Zimmer soweit war und konnten uns umziehen. Danach fuhren wir mit dem Uber zu Burger King und aßen etwas. Somit war die Essensfrage erledigt. Im Hotel musste Micha etwas arbeiten und Nelli machte Recherche für den Titicaca See.
26.09.2025
Ausflugtag zur "Huacachina Oasis", das ist knapp 9 km von uns entfernt und man kann selber hinfahren. Die Oase wird durch unterirdische Grundwasserströme gespeist, angeboten wird Sanddünen- Buggy- fahren und Sandboarding. Wir sind lediglich auf eine erhöhte Sanddüne gelaufen um die Oase von oben zu überblicken und ließen die Drohne fliegen. Danach musste der Sand in den Schuhen ausgeleert werden. Wir suchten uns ein Café aus und machten dort einen Stopp. Gegen 13 Uhr fuhren wir wieder zurück. Im Hotel säuberte Micha die Drohne, denn die wollte nach dem Sandbad nicht mehr funktionieren, die Rotoren drehten sich nicht mehr. Wir säuberten auch unsere Helme, da hatte sich einiges an Staub und Dreck von den Schotterpassagen angesammelt. Dabei zerstörte Nelli ihre Pinlock- Stifte, jetzt wird ohne gefahren.
27.09.2025
Eigentlich wollten wir uns heute "Cañón de los Perdidos" anschauen und hatten hierfür etwas gebucht. Abholung wäre um 7 Uhr gewesen, aber es kam bis 9 Uhr keiner. Wir waren natürlich früh aufgestanden und hatten im Hotel extra früher Frühstück erhalten, war ärgerlich. Micha versuchte mit der Hotline von Booking.com die Sachlage zu klären, damit wir unser Geld wieder zurück erhielten. Jedoch stellte sich das schwierig dar, da nur ein englischer Support dafür zuständig war. Es dauerte 1h Telefonat um e-mails zu erhalten mit Formularen die wir ausfüllen mussten. Naja, der Tag war angebrochen und wir hatten Zeit um unsere Wäsche waschen zu lassen, diese gaben wir in einer Wäscherei ab. Was nun mit der übrigen Zeit, die Reklamationsformulare ausfüllen, die Internetseite auf den aktuellen Stand bringen, Facebook auf den aktuellen Stand bringen, Kaffee trinken. Dann Wäsche abholen und Essen gehen. So kann man auch den Tag verbringen.
28.09.2025
Wir kamen erst gegen 9:30 Uhr weg. Die gesamte Fahrt durch war es eine Wüstenlandschaft. Zu Anfang waren sehr viele LKW's auf der Strecke, was sich später auf wenige reduzierte. Wir kamen recht zügig, trotz Seitenwind, voran und waren 1h früher im Hotel angekommen, wie von Google.maps angezeigt. Wir wussten das das Hotel ein Restaurant hatte, aber bei Ankunft wurden uns gesagt, das kein Koch vorhanden ist, somit mussten wir nach einer Alternative schauen. Aber irgendwie waren wir weit weg vom Schuß und da es Sonntag war, waren hier alle Läden und Restaurants geschlossen. Wir fanden einen kleinen Lebensmittelladen und wir kauften uns Hefezopfbrötchen mit Schokoladenstückchen. Heute also leichte Kost. Gefahrene Strecke 283km in 4h.
29.09.2025
Die Strecke war heute nicht lang, lediglich 175km in 2h 18min.. Es war wieder nur eine Wüstenlandschaft, aber heute war die Küste zu sehen mit starkem Wellengang. Frühstück in unserer Unterkunft hatten wir kostenfrei erhalten, obwohl es nicht bei uns enthalten war. Aber wenn man es bekommt, nahm man es freudig an. Zumal wir Hunger hatten, da der Hefezopf nicht lange anhielt. In der Unterkunft konnten wir uns etwas zum Essen aussuchen, wobei es nur zwei Sachen gab. Besser als gar nichts. Nach dem Essen gingen wir noch vor zum Strand. Die Wellen waren sehr stark und die Geräuschkulisse entsprechend laut.
30.09.2025
Die Nacht war OK, das Bett etwas eng zu zweit, aber ging. Das Frühstück war landestypisch, Rührei, Brötchen, Marmelade, Butter, Kaffee, Saft. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt und wissen was uns erwartet, wenn frisches Obst dabei ist, freute sich Nelli darüber. Das heutige Ziel war Arequipa, das lag 310km entfernt von Artico. Google.maps sagte 5,5h Fahrt an, wir waren nach 4,5h angekommen. Die Landschaft war entweder Sandwüste oder Sand mit Gestein, die erste Hälfte schön an der Küste entlang. Danach ging es ins Landesinnere und hier kam Gestein zum Sand dazu. Viele Kurven und gerade Abschnitte waren dabei. In Arequipa angekommen durften wir in unser Zimmer, danach musste Micha noch die Versicherung bezahlen, die wir für die restlichen Länder benötigten. Gegen 15 Uhr liefen wir zu einer Einkaufsmall, dort aßen wir nach peruinaischer Art gegrillte Lammspieße mit Fladenbrot, Gurkensalat und Knoblauchsauce. Die Getränke gingen uns wieder leer und wir gingen noch kurz einkaufen.
01.10.2025
Wieder ein Ausflugtag für uns. Heute klappte es besser, denn den Ausflug hatten wir über get your guide gebucht und nicht über Booking.com. Es ging zum Mirador de Yanahuara, von dort aus konnten wir die Vulkane "El Misti, Pichu Pichu und Coropuna" sehen. Arequipa wird auch als weiße Stadt genannt, weil die historischen Gebäude aus einem weißen Vulkangestein (Sillar) erbaut wurden. Danach ging es zu der "Ruta del Sillar", das ist ein Steinbruch indem weiterhin das weiße Vulkangestein abgebaut wird. Der Guide erklärte die Geschichte und den Ursprung der Gewinnung der Sillar. Ebenfalls arbeiteten im Steinbruch diverse Bildhauer die ihre Skulpturen in handarbeit hergestellt hatten, diese konnte man bestaunen. Nach 40min. Aufenthalt fuhr man uns zum "Quebrada de Culebrillas". Dies ist ein vulkanischer Canyon, der bekannt ist für petroglifhenreichen, fast vertikalen Wände, die vom Wasser und Wind in rosafarbenem Vulkangestein (Sillar) ausgewaschen wurden. Noch heute fließt in der Regenzeit dort das Wasser entlang. So gegen 13 Uhr kamen wir an unserem Abholpunkt wieder an. Noch etwas essen und dann zurück zum Hotel. Micha hatte noch etwas Arbeit zu erledigen und Nelli konnte chillen.
02.10.2025
Heute gab es richtig viel Geschichte zu hören. Wir hatten uns eine Stadtführung gebucht, diese sollte 2h betragen. Da wir die einzigen zwei waren, ging die Führung etwas schneller und wir waren in 1,5h fertig. Es war sehr interessant und man konnte alles fragen. Uns interessierte was man in Peru, speziell in Arequipa, im Monat zum Leben benötigt. Uns wurde gesagt, dass man immer zwei Jobs benötigt, da man pro Job ca. 280-300 Dollar verdient. Ganz normal ist es in Peru das man eine 48h Woche hat, was bedeutet. Ein 48h Job ist möglich und dann noch einen kleinen, zweiten Job für die restlichen Kosten. Was auch bedeutet, wenn man zu zweit ist, ist es einfacher. Die monatliche Miete einer Unterkunft beträgt ca. 250 Dollar, dazu kommen 20 Dollar Wasser + 15 Dollar Strom. Wir gingen dann einen Kaffe+Kuchen genießen. Danach liefen wir zum Essen zum Inder. Mal wieder etwas anderes essen. Micha erstellte noch eine Route die durch Chile und nach Buenos Aires in Argentinien ging.
03.10.2025
Es ging wieder ein Stück weiter. Heute sind wir in Puno gelandet, das liegt am Titicaca See. Das schlimmste heute früh beim Start, war mal wieder die Stadtdurchfahrt, dafür benötigten wir fast 1,5h. Die Straße PE34A war sehr rumpelig und wir hatten auch starken Seitenwind. Dann hatten wir noch eine Baustelle, an der wir 1,5h haben warten müssen bis diese geöffnet wurde. Insgesamt hatten wir eine Fahrzeit von fast 5h für die Streckenlänge von 316km. Landschaftlich war es eigentlich sehr schön und erinnerte uns an die Highlands. Die Temperatur von 12°C hatten wir auf 4560üNN erhalten, die restliche Tagestemperatur überstieg nicht die 20°C. Unsere Unterkunft lag bei 3900üNN. Bei Ankunft hatten wir bereits 15 Uhr überschritten, dass bedeutete schnell umziehen und Essen gehen. Wir entschieden uns für eine Pizza, leider machen die hier wenig Tomatensauce drauf und zu viel Käse. Zum Glück hatten wir uns nur eine Pizza für zwei bestellt.
04.10.2025
Ausflugtag in Punto....Es ging mit dem Schnellboot zu den schwimmenden Uros Schilfinseln, unsere Insel hieß Chumi. Es ist wirklich erstaunlich wie die ihre Inseln aufbauen und pflegen. Leider gibt es auch Nachteile wenn man auf so einer Insel immer lebt, den durch die immerwährende Feuchtigkeit bekommen die Menschen Rheuma. Wir durften noch eine 20 minütige extra Rundfahrt auf einem Schilfboot erleben. Danach ging es mit dem Schnellboot weiter zu der Insel Taquile, dort lebt das Volk Quechua. Einzigartig und seeehr interessant, die Insel ist richtig schön und die Menschen leben dort friedlich, ohne gesellschaftlichen Schichten. Ihre große Kunst ist hochwertige Textilien herzustellen und eine Attraktionen sind die strickenden Männer. Ausschließlich die Männer stricken und die Frauen weben. Als Zeichen ob ein Mann Singel ist oder verheiratet, dient die gestrickte Mütze. Ist die Mütze weiß/rot ist der Mann Singel und trägt er seinen Zipfel seitlich, ist er auf der Suche. Hängt der Zipfel nach hinten, dann hat er eine Freundin. Trägt der Mann eine rote Mütze, ist er verheiratet. Dann werden schwarze Haare ab dem 11 Lebensjahr der Frau/Mädchen (immer wieder abgeschnitten und aufgehoben), diese werden mit weißer Alpaka Wolle zu einem breiten Gürtel gewoben, das erhalten die Männer bei der Heirat geschenkt von ihrer Frau. Und die Haare der Frau werden zu Extensions verarbeitet, diese werden an ihrem Ehemann angebracht. Die Frauen erhalten ab dem 4 Lebensjahr einen Knochen von einem Alpaka, mit diesem machen sie alles, auch weben. Auch die Frauen tragen je nach Stand entsprechend bunte Kleidung. Wir durften noch einen traditionellen Tanz bestaunen, danach ging es zum Essen. Die Quinoa Suppe, die Forelle und der Tee waren sehr lecker. Anschließend gingen wir zu unserem Schnellboot, dass brachte uns zurück nach Puno. Micha hatte noch etwas Hunger und so liefen wir zur Pizzeria. Wir beide hatten uns einen Sonnenbrand im Gesicht eingefangen.
05.10.2025
Auf das Motorrad und weiter geht's nach Tacna. Das waren 425km in 5h 24min. In den Bergen mit richtig vielen Kurven. Erreicht hatten wir dabei 4685üNN und dazu gab es frische 8°C. Die Temperatur hielt sich ziemlich lange bei 10°C, irgendwann begann sie zu steigen und wir bekamen 28°, das hielt zum Glück nicht lange an und wir erhielten angenehme 22°C. Landschaftlich wieder ein Hingucker und richtig schön. Immer wieder sahen wir Lama's oder Alpaka's oder auch Schafe. Per Zufall kamen wir an einem kleinen Geysir und der Fluss war in einem stechenden Orang gefärbt und roch nach Schwefel. Der Straßenbelag der 36B und 36A wechselte zwischen schlecht und gut. Sobald man jedoch auf die 1S kam war der Belag richtig gut. Das Hotel hatte ein eigenes Restaurant das sogar geöffnet hatte. Dort aßen wir etwas und der gemütliche Abend konnte beginnen.











